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Soziale Netzwerke

Der ursprüngliche Begriff „Soziales Netzwerk“ kommt aus der Sozialwissenschaft und beschreibt das Beziehungsgeflecht zwischen Individuen und Gruppen. Es gibt immer mehr Internetseiten, auf denen sich Personengruppen (Communities) aus aller Welt treffen, um sich aus beruflichen oder privaten Zwecken über bestimmte Interessen oder Kontakte auszutauschen. Soziale Netzwerke funktionieren über die Selbstdarstellung ihrer Nutzer und durch die Vernetzung von Personen. Der Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist z.B. anhand von eingestellten Fotos (bspw. von der letzten Party oder vom Urlaub), Vorlieben und der Zugehörigkeit zu Gruppen möglich. Kommunikation wird durch Pinnwände, E-Mail- und Chat-Funktionen ermöglicht. Der Aufbau des Profils, sowie die zur Verfügung gestellten Funktionen ähneln sich in den meisten Netzwerken.

Die „Sozialen Netzwerke“ sind Grundlage für die Entwicklung des Web 2.0 – Tim O’Reilly (führender Fachbuchverleger der Informationstechnologie) prägte den Begriff 2004 –, dem Mitmach-Web für die breite User-Masse, die aufgrund technischer Vereinfachung keine Programmiersprache mehr beherrschen muss, um eigene Inhalte ins WWW zu stellen. Seit diesem Zeitpunkt ist es möglich, das Netz individuell mitzugestalten, „user generated content“.

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Übersicht Sozialer Netzwerke

Das Angebot an „Sozialen Netzwerken“ ist mittlerweile sehr umfangreich. Nach der Ausrichtung der Communitys kann unterschieden werden in:

  • Allgemeine Soziale Netzwerke: Dazu zählen Facebook, MySpace, VZ (Verzeichnis)- Gruppe, Wer-kennt-wen?, Stayfriends, Lokalisten

  • Inhalts-Plattformen: NutzerInnen laden auf diesen Plattformen Videos oder Fotos hoch bzw. schauen sich diese an. Die wichtigsten Vertreter sind YouTube, MyVideo, Clipfish und Flickr.

  • Business-Netzwerke: Hier steht der berufliche Austausch im Mittelpunkt. Im deutschsprachigen Raum ist Xing sehr beliebt, im englischsprachigen Raum steht LinkedIn im Vordergrund.

  • Neben diesen 3 Hauptgruppen gibt es zudem eigene Netzwerke für bestimmte Zielgruppen: Jugendliche vernetzen sich auf SchülerVZ und für SeniorInnen wurde mit Seniorentreff.de ein eigenes Netzwerk geschaffen.

  • Sogenannte Micro-Blogging-Plattformen und virtuelle Welten gelten ebenfalls als „Soziale Netzwerke“. Auf Twitter und ähnlichen Plattformen verfassen NutzerInnen Micro-Blogs – das sind kurze, SMS-ähnliche Mitteilungen.


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Facebook ist das weltweit und mittlerweile auch in Deutschland meist genutzte „Soziale Netzwerk“. In Deutschland erfährt die in den USA gegründete Community einen raschen Mitgliederzuwachs. Laut eigenen Angaben sind derzeit weltweit 670 Mio. aktive Nutzer bei Facebook registriert. Die ersten Schritte sind sehr einfach mit Angabe einer E-Mail Adresse möglich. Wenn es jedoch um Profil-Optimierung und Privatsphäre-Einstellungen geht, muss Zeit investiert werden. Es lassen sich unterschiedliche Lese- und Schreibrechte einrichten, jeder Nutzer kann selbst bestimmen, wer Fotos, Pinnwandeinträge etc. sehen darf und wer nicht.


Die Anmeldung ist ab einem Mindestalter von 13 Jahren möglich.
Facebook wird von seinen Mitgliedern hauptsächlich für private Zwecke genutzt, bietet aber auch genügend Möglichkeiten für eine berufliche Ausrichtung des Profils oder der Seite.
Ein Nachteil ist die von Facebook vorgegebene Standard-Einstellung, in der Veröffentlichung von Informationen. Erst nach umfangreicher Optimierung des Profils lässt sich das ändern. Beim Löschen des Profil ist keine 100%ige Garantie gewährt, das Profil wird von facebook entfernt, die Daten aber werden gespeichert. 


Link : www.facebook.com

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Das Besondere an MySpace ist die Ausrichtung auf Musik und Videos, es wird besonders gerne von Bands und Künstler genutzt. Jeder Anwender kann neben seinen Profildaten auch Musik oder Videos der Öffentlichkeit präsentieren. Dabei sollte man wissen, dass auf die Daten standardmäßig auch nicht angemeldete User Einblick haben. Die Anmeldung ist sehr einfach  und ab einem Mindestalter von 14 Jahren möglich. Die Profilerstellung wird ausführlich erklärt und die Suche nach Freunden wird unterstützt.

Wer sein Profil jedoch individuell gestalten möchte, braucht HTML-Kenntnisse. Der Nachteil bei Myspace ist, dass es von allen Community-Netzwerken am unübersichtlichsten ist. Zusätzlich sind Grundkenntnisse in HTML nötig, um die eigene Seite individuell zu gestalten.
Link : www.myspace.com

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Die 3 Portale der Firma studiVZ mit Sitz in Berlin bilden mit 17 Millionen registrierten Mitgliedern eines der größten deutschsprachigen „Sozialen Netzwerke“. StudiVZ ist dabei speziell für Studenten und SchülerVZ für Schüler ab 12 Jahren gedacht. Für all diejenigen, die nicht, oder nicht mehr unter diese beiden Gruppen fallen, wurde das Netzwerk MeinVZ eingerichtet. StudiVZ und MeinVZ sind dabei stark miteinander verknüpft. Bei StudiVZ und MeinVZ kann man sich mit Angabe einer E-Mail Adresse anmelden. Bei SchülerVZ muss man sich von einem Mitglied einladen lassen. Fazit: Man findet sich schnell zurecht und kann einfach Kontakte knüpfen. 


Der Nachteil ist ähnlich wie bei Facebook, die Vorabeinstellung der Privatsphäre, z.B. müssen erst die Einstellungen geändert werden, damit die Party-Bilder nur für Freunde zu sehen sind.
Link : www.schuelervz.net, www.studivz.net/, www.meinvz.net/

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Das Soziale Netzwerk ist seit Anfang 2009 hundertprozentiger Bestandteil der RTL interactive GmbH. Laut eigenen Angaben sind derzeit 9 Millionen Mitglieder registriert. Es ist damit eines der führenden „Sozialen Netzwerke“ in Deutschland. Man muss sich mit seinem Namen anmelden. Wer-kennt-wen hat 9 Millionen Mitglieder. Anders als Xing und StudiVZ richtet sich die Plattform nicht an ein spezielles Publikum, sondern jeder (Mindestalter 14 Jahre) kann sich nach Angaben der Betreiber registrieren – „vom Azubi oder Studenten über die Hausfrau bis hin zum Angestellten, Selbstständigen oder Rentner“.

Auffällig ist: Im Gegensatz zu anderen Online-Communitys finden sich bei Wer-kennt-wen auch viele ältere Nutzer. Fazit: Sehr einfache und intuitive Bedienung. Man wird sehr gut bei der Suche nach Freunden und neuen Bekanntschaften unterstützt.
Link : www.wer-kennt-wen.de

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Die Idee die hinter Stayfriends steckt, ist das Wiederfinden von alten Schulfreunden für das bessere Organisieren von Klassentreffen. Das Portal ist teilweise kostenlos, für die Gold-Mitgliedschaft muss bezahlt werden. Die Anmeldung ist für alle Schüler und Schulabgänger möglich.
Link : www.stayfriends.de/

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Lokalisten ist eine übersichtliche und vielfältige Community. Die Mitglieder sammeln sich hauptsächlich „lokal“ in ihren Städten. Partyfotos werden von den entsprechenden Veranstaltungen aus den jeweilligen Städten online gestellt. Die Anmeldung ist ab 14 Jahren möglich.

Die Community wird vorrangig für den Austausch von Fotos, Texten und Videos verwendet. Es ist nur eine eingeschränkte Ansicht des Profils durch fremde Nutzer möglich.
Link : www.lokalisten.de/

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Das Soziale Netzwerk Xing ist auf geschäftliche Kontakte und Jobsuche ausgerichtet. Xing wird nach Angaben der Betreiber von Geschäftsleuten und Berufstätigen genutzt, aber auch von Wissenschaftlern und Kreativen. 10,8 Millionen Mitglieder hat Xing mittlerweile, davon 4,7 Millionen in Deutschland. Manche Funktionen des Portals sind kostenpflichtig. Xing wird im Englischen "Crossing" ausgesprochen (Kreuzung von Geschäftskontakten). 


Mitglieder legen sich bei Xing ein Profil an und hinterlassen dort Informationen über ihren beruflichen Werdegang. Außerdem können sie angeben, ob sie neue Jobs und Herausforderungen suchen oder anbieten. Das eigene Profil verknüpft man mit anderen Xing-Usern, so entsteht ein großes Kontaktnetzwerk. Die Verbindungen sind für alle angemeldeten Mitglieder sichtbar. Darüber hinaus gibt es auf der Website einen Marktplatz für Dienstleistungen, Aufträge und Jobs.

Über die Plattform haben sich weltweit mehr als 45.000 Expertengruppen gegründet. Dort sollen Fachleute Rat geben und finden. Zudem werden regelmäßig Networking-Events in verschiedenen Städten veranstaltet.
Link: www.xing.com

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Ähnlich wie Xing ist LinkedIn eine Online-Plattform zur Pflege und zum Knüpfen von Geschäftskontakten. Die 2003 gegründete US Website hat nach eigenen Angaben weltweit 100 Millionen Mitglieder. LinkedIn gibt es auch auf Deutsch, die Plattform hat hierzulande fünf Millionen Mitglieder.

LinkedIn bezeichnet sich als „Wissensnetzwerk für Entscheider“. Vor allem Fach- und Führungskräfte sowie Experten sollen sich hier vernetzen. Der Aufbau des Netzwerks dient Geschäftskontakten.
Die Kontaktaufnahme bei LinkedIn ist stärker als beim Konkurrenten Xing auf die Vermittlung durch andere Mitglieder ausgerichtet. Um sein Netzwerk zu erweitern, kann man Anfragen an beliebige Mitglieder schicken oder sich durch einen gemeinsamen Kontakt einführen lassen. Dieses Empfehlungssystem sieht LinkedIn als Vorteil gegenüber der Konkurrenz an, da die Kontaktaufnahme damit seriöser werde. Das sei vor allem für Jobs und Geschäfte wichtig.

Interessant: Es ist möglich, Bewertungen zu Mitgliedern abzugeben, mit denen man vernetzt ist – zum Beispiel, dass jemand ein guter Chef sei. Damit erscheint eine Art Gütesiegel auch auf der Profilseite des Kontakts. LinkedIn ist mit Twitter vernetzt.


Die Nutzung der Plattform ist kostenfrei möglich. Damit lassen sich alle Grundfunktionen verwenden. Weiterreichende Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit anderen Mitgliedern sind nur gegen Bezahlung zu haben. Der Preis für ein Account in der internationalen Version: zwischen 20 und 75 Dollar im Monat.
Link: www.linkedin.com

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Twitter ist ein Nachrichtendienst zum "Zwitschern" von Kurznachrichten (140-Zeichen-Blog), welcher der schnellen Verbreitung von Informationen dient. Hier kann jeder seine eigenen Kurznachrichten veröffentlichen oder seinen Freunden oder auch vielen Stars in ihrem täglichen Leben folgen. Angemeldet sind weltweit etwa 200 Millionen Menschen. Die Twitter-Mitteilungen (Tweets) sind meist öffentlich.

Eine wichtige Rolle spielen die Hashtags (#): Mit dem Rautezeichen werden die wichtigsten Schlagworte innerhalb einer Kurznachricht markiert und verlinkt. So finden andere die relevanten Themen leichter.

Das Portal hat insbesondere bei Katastrophen und Krisen für Schlagzeilen gesorgt. Gegründet wurde die Plattform 2006 in den USA, seit Ende 2009 ist sie auch auf Deutsch verfügbar. Fazit: Zur schnellen Verbreitung von Neuigkeiten ist Twitter sehr gut geeignet.
Link: http://twitter.com

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Das 2005 gegründete mittlerweile größte und bekannteste Videoportal YouTube in Deutschland und in den USA mit mehr als 100 Milliarden aufgerufenen Videos pro Tag bietet ein riesiges und stetig steigendes Angebot an Musikvideos, Filmausschnitten und selbstgemachten Video-Clips. Der Begriffsteil „Tube“ (eigentlich: Röhre) bezeichnet umgangssprachlich einen Fernseher, abgeleitet von der darin traditionell verwendeten „cathode ray tube“ (dt. Kathodenstrahlröhre). Der Name im Ganzen (wörtlich: DuRöhre) lässt sich auf Deutsch mit „Du sendest“ wiedergeben, denn jeder Nutzer kann Inhalte veröffentlichen. Das Videoportal wurde 2006 von Google übernommen.
Link: www.youtube.com

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Größtes deutschsprachiges Video-Portal zum Hochladen und Ansehen von Videos mit rund 7 Millionen Videoaufrufen pro Tag. Hauptinhaber der Videoplattform ist die ProSiebenSat1 Gruppe. Die Nutzer haben kostenlosen Zugriff auf über 3,8 Millionen Musikvideos, Premium-Inhalte, exklusive Web-TV-Produktionen, TV-Serien, Kinofilme und nutzergenerierte Clips.

In der MyVideo.de Community kann sich der Nutzer kostenlos ein Profil erstellen, mit anderen Mitgliedern vernetzen und austauschen. Selbstgedrehte Videos können hochgeladen und mit anderen Nutzern geteilt werden. Durch einen Link oder die Einbindung des MyVideo-Players auf der Homepage oder dem Blog kann man Freunde auf seine eigenen Clips aufmerksam machen.
Link: www.myvideo.de/

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Clipfish ist eine deutsche Video-Community, die im Juni 2006 von der RTL-Tochter RTL interactive gestartet wurde. Mit monatlich rund 3,14 Millionen Besuchern ist Clipfish nach MyVideo das zweitgrößte deutsche Videoportal. Die Seite beinhaltet vor allem nutzergenerierte Videos, aber auch Mitschnitte aus RTL-Sendungen wie „Deutschland sucht den Superstar“ und „Das Supertalent“. Seit April 2007 stehen auf der Seite zudem in Kooperation mit der Plattenfirma Sony BMG Music Entertainment und Universal Music Group mehrere tausend Musikvideos zum Abruf bereit.
Link: www.clipfish.de

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Flickr (von englisch to flick through something, „etwas durchblättern“, oder von englisch to flicker, „flimmern“) ist ein kommerzielles Web-Dienstleistungsportal mit Community-Elementen, das es Benutzern erlaubt, digitale Bilder sowie Videos mit Kommentaren und Notizen auf die Website zu laden und so anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen.

Neben dem herkömmlichen Hochladen über die Website können die Bilder auch per E-Mail oder vom Fotohandy aus übertragen und später von anderen Webauftritten aus verlinkt werden.
Link: www.flickr.com

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Die Gefahren im Überblick

Häufig werden Gefahren in Sozialen Netzwerken unterschätzt. Privatsphäre und Datenschutz sind längst nicht mehr die einzigen Themen, die im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken kontrovers diskutiert werden. Auch (IT-)Kriminelle haben die Beliebtheit dieser Plattformen als Chance erkannt und nutzen die Gutgläubigkeit vieler Nutzer aus.

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Offenlegung privater Informationen

In sozialen Netzwerken können Nutzer E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Hobbys und Vorlieben angeben. Diese Daten können von Firmen missbraucht werden, die Nutzer ungewollt mit Werbung zu kontaktieren. 


Die Voreinstellungen zum Schutz der Privatsphäre sind bei Eröffnung eines Accounts oft nicht ausreichend vorgenommen. Weiterlesen bei "Rechtliche Aspekte, Persönlichkeitsrecht Alle Daten sind automatisch für alle Nutzer des sozialen Netzwerks sichtbar. Auszüge der Profile können teilweise sogar über Suchmaschinen gefunden werden und sind so allen Internetnutzern weltweit zugänglich.


Im Bewerbungsprozess nutzen Arbeitgeber soziale Netzwerke, um Informationen über potentielle Mitarbeiter herauszufinden. Freizügige Fotos oder verfängliche Äußerungen werden da schnell zum KO-Kriterium. Auch Vermieter und Versicherungen könnten an den preisgegebenen Hintergrundinformationen interessiert sein. Informationen, Texte und insbesondere Bilder werden häufig von Privatpersonen auch außerhalb der Netzwerke auf dem eigenen Computer archiviert. So können Daten plötzlich auf anderen Seiten im Internet auftauchen oder für andere Zwecke missbraucht werden – auch nachdem diese vermeintlich aus dem sozialen Netzwerk gelöscht wurden.

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Surf-Tipps zur Sicherheit:

 

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Phishing und Pharming

Bei Phishing versuchen Betrüger über gefälschte Webseiten an die Zugangsdaten für soziale Netzwerke heranzukommen. Über Links in einer E-Mail gelangen die Nutzer auf eine Seite, die der des sozialen Netzwerks täuschend ähnlich sieht. Versuchen sie sich dort einzuloggen, können die Betrüger Nutzername und Passwort abfischen und haben ab dann vollen Zugriff auf den Account, können Daten einsehen und ändern, Nachrichten verschicken und chatten. Die Freunde merken davon nichts und denken alle Änderungen und Nachrichten kämen von der bekannten Person.
Pharming funktioniert ähnlich, nur dass das Opfer nicht direkt „mitwirken“ muss. Das System des Nutzers wird so manipuliert, dass er auf eine gefälschte Seite umgeleitet wird.

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Identitätsdiebstahl

Kriminelle versuchen zunehmend, bestehende Nutzer-Accounts zu hacken, um diese Identität für ihre Betrügereien zu nutzen.  Oftmals täuschen diese Hacker nach Übernahme eines Accounts eine Notsituation vor und bitten die vernetzen Freunde um finanzielle Hilfe. Das über das Nutzerprofil erlesene Wissen kann dazu beitragen, das Vertrauen zu untermauern und Freunde zu täuschen. „Unechte“ Profile werden zunehmend dazu genutzt, Personen zu schaden: Diebe können so zum Beispiel ausspionieren, wann jemand im Urlaub ist und die Wohnung leer steht. Weiterlesen bei "Identität"

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Verbreitung von Schadsoftware

Das Vertrauen der Nutzer in die sozialen Netzwerke ist meist groß. Betrüger haben deshalb eine gewohnte Masche auf diese Plattformen übertragen: Sie verschicken Nachrichten, die einen Link auf manipulierte Webseiten enthalten. Über diese Seiten werden dann die Schadprogramme verbreitet. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Wurm „Koobface“, der zum Beispiel über Facebook und MySpace verbreitet wurde. Von zuvor infizierten Konten aus wurden Einladungen an andere Nutzer verschickt, sich ein Video anzusehen. Klickte der Empfänger auf den angegebenen Link, wurde er jedoch auf eine gefälschte Facebook- oder YouTube-Seite geleitet, auf der er zum Download des Flash-Players aufgefordert wurde. Hinter dem angebotenen Download verbarg sich aber der Wurm, der sich so immer weiter verbreiten konnte.
Manche soziale Netzwerke bieten Zusatz-Anwendungen an, die Nutzer ihrem Profil hinzufügen können. Ein Beispiel hierfür sind Mini-Spiele, die die Nutzer auch vernetzt spielen können. Problematisch ist, dass diese Anwendungen von Drittanbietern stammen, deren Sicherheitsstandards nicht zwangsläufig denen der sozialen Netzwerke entsprechen müssen. Auf diese Weise können – ob beabsichtigt oder ungewollt – Schadprogramme verbreitet werden.

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Mobbing

Soziale Netzwerke haben Mobbing auf eine neue Ebene gebracht. Personen können zum Beispiel bewusst aus Freundesgruppen ausgeschlossen oder ihre digitalen Pinnwände mit Beleidigungen bombardiert werden. Dies kann vor allem für Jugendliche zu einer Belastung werden. Freundschaften sind in sozialen Netzwerken schneller geschlossen als in der „realen“ Welt. So gelangen Informationen an Personen, die diesen sonst vielleicht nicht anvertraut worden wären. Wer böswillige Absichten hat, kann diese Informationen nutzen, um jemanden bewusst bloß zustellen oder gegen ihn zu intrigieren. So genannte „Cyberstalker“ können sich „unechte“ Profile anlegen, in denen sie sich als eine reelle oder fiktive andere Person ausgeben. So können sie in vollkommener Anonymität andere Personen über das soziale Netzwerk belästigen. Weiterlesen bei "Rechtliche Aspekte, Cybermobbing

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Quellen


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