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Glaubwürdigkeit im Internet

Der technische und finanzielle Aufwand für einen Internetauftritt ist relativ gering  und es gibt zahlreiche Kommunikations- und Recherchekanäle. Es ist einfach, einen Webauftritt in kurzer Zeit mit selbst gewählten Inhalten zu füllen. Als eine der Folgen kursieren im Internet Gerüchte – so genannte "hoaxes".  Durch häufige Verflechtungen von Journalismus mit kommerziellen Angeboten im Internet gestalten sich Qualitätsurteile besonders schwer. Auch die Schwierigkeit, alles permanent aktuell zu halten, stellt ein Problem für die Glaubwürdigkeit sowie Informationstiefe dar. Wie im analogen Leben kann man im Internet feststellen, dass es kaum eine Möglichkeit gibt, sich der Rechercheseite, der Person im Chat oder der Firma, bei der man bestellen möchte, zu 100 Prozent zu versichern.

Den effektivsten Schutz bieten deshalb vor allem 3 Dinge:
  • ein gesundes Maß an Misstrauen
  • Vorsicht und
  • Erfahrung

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Anhaltspunkte zur Einschätzung

1. Identität des Verfassers
Private und kommerzielle Seiten müssen in Deutschland Pflichtangaben aufweisen. Dazu gehören je nach Art und Zweck der Seite ein Impressum, allgemeine Geschäftsbedingungen, eine Umsatzsteuernummer, der Gerichtsstand, Registernummer und -ort  sowie evtl. Bankverbindungsdaten.
Wer ist der Autor des Textes?

2. Der Hintergrund des Verfassers
In welchem Umfeld wurde die Webseite oder der Text veröffentlicht? Ist der Webauftritt rein privat oder eingebunden in einen kommerziellen Kontext?

3. Objektivität
Wie sachlich sind die Texte einer Website verfasst? Sind Quellen und weiterführende Links angegeben? Ist das Thema mit entsprechenden Rückverlinkungen auf den Seiten zu finden?

3. Qualität der Website
Wie professionell wirkt die Website? Ist sie klar und übersichtlich strukturiert? Wird sie korrekt im Browser angezeigt und funktioniert sie in allen Teilbereichen? Funktionieren die weiterführenden Links? Wird die Website regelmäßig aktualisiert und gewartet?

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Besonderheit Wikipedia Onlinelexikon

Dem Onlinelexikon Wikipedia liegt ein einfaches Prinzip zugrunde: Jeder Benutzer kann Artikel erstellen oder ändern. Laut Wikipedia gibt es allein im deutschsprachigen Raum 1.233.258 Accounts. Beibehalten wird, was von anderen Autoren als gut befunden wird. Es gibt hauptsächlich das Selbstorganisationsprinzip der Wikipedia-Benutzer.
Die Artikel werden also nicht von einer professionellen Redaktion betreut, sondern von den Autoren - dennoch hat Wikipedia ein seriöses Ansehen erlangt.

Schnell kann eine falsche Information auf dem Wikipediaweg zur medialen Wirklichkeit werden: Im Februar 2009 wurde im Wikipedia Artikel des Politikers Karl Theodor zu Guttenberg ein falscher Vorname eingefügt. Selbst namhafte Zeitungen verbreiteten die Falschinformation ohne Überprüfung.

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Qualitätsbewertungen

Als Surfender im Internet ist es sinnvoll mehrere Meinungen zu einem Thema, Produkt, einem Artikel etc. einzuholen. Hierfüt gibt es so genannte Bewertungen/Rezessionen:
 
Jedoch ist Vorsicht geboten: Onlinebewertungen können manipuliert sein. Auch Internetforen oder Blogs bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Einige Firmen betreiben gezielt "Mundpropaganda im Netz", um ihre Produkte zu vermarkten. "Lobliedern" gegenüber sollte man eher misstrauisch sein und stattdessen Beiträge bevorzugen, die Vor- und Nachteile ausführlich und sachlich darstellen. Weiterlesen bei surfer-haben-rechte.de

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Quellen
  • Sonnabend, Lisa (2005) auf netzthemen.de. "Das Phänomen Weblogs – Beginn einer Medienrevolution? Eine Annäherung an die Beantwortung mit Hilfe einer Analyse der Glaubwürdigkeit und Qualität aus Sicht der Rezipienten." München.
  • Klicksafe.de: Wie schätze ich Internetseiten richtig ein?
  • Klicksafe.de: Wie verlässlich ist Wikipedia?

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