Werbung im Internet
Stellen Anbieter Inhalte kostenfrei zur Verfügung, stellt sich die Frage, wie diese ihre Internetseite finanzieren. Schließlich beansprucht die Pflege der Informationen Zeit und Geld. Das Schlüsselwort ist hier Werbung im Internet in allen erdenklichen Formen. Es gibt kaum eine Seite auf der man sie nicht vorfindet. Überall blinkt und zappelt es.
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Häufige Werbeformen
Pop-Up, Pop-Under, Layer unterbrechen das Surfen, indem sie die Seite teilweise großflächig überlagern oder über den Bildschirm wandern. Oft sind sie animiert und mit kleinen Filmsequenzen gestaltet. Das X zum Schließen ist meist sehr klein, auch öffnen sich manchmal weitere Fenster. Interstitials rollen sich meist von rechts aus und überdecken so fast die gesamte Internetseite. Häufig enthalten sie eigene Spielelemente oder andere Interaktionsmöglichkeiten. Damit lenken sie den Nutzer vom eigentlichen Seiteninhalt ab und erschweren sowohl Überblick als auch Navigation.
Pre-Rolls sind kurze Werbebotschaften vor einem Film bzw. Video. Pre-Rolls lassen sich meist nicht abschalten.
Sponsoring findet man häufig auf Internetseiten von Fernsehsendern. Es werden Gewinnspiele, Downloads oder andere attraktive Aktionen von Sponsoren präsentiert, um ein positives Image bei der Zielgruppe aufzubauen.
Der gesamte Internetauftritt kann als Werbefläche dienen. Auch Newsletter, Gewinnspiel und Clubmitgliedschaft dienen oft Werbezwecken. Durch E-Cards und Weiterempfehlen der Seite bzw. des Artikels wird der Nutzer direkt zum kostenlosen und besonders vertrauenswürdigen Werbebotschafter.
Werbe-Mails kontaktieren effektiv, weil sich der Empfänger dadurch persönlich angesprochen fühlt. Sie sind mit Hinweisen auf Produkte und Bestellmöglichkeit und zum Teil auch mit Links zu Onlineshops versehen.
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Suchmaschinen und Werbung
Such-Anfragen im Internet sind
normalerweise kostenlos. Auch Such-Hilfen finanzieren sich über Werbung, wobei Google das System über spezielle Verfahren (z. B. "AdSense" und "AdWord") am weitesten ausgebaut hat. Diese Werbung muss gekennzeichnet sein und taucht - konsequenterweise - ganz oben in der Trefferliste auf. Manche Suchmaschinen haben zusätzlich noch eine Spalte mit Werbung, oft auf der rechten Seite. Die Bezeichnung der Werbung ist nicht einheitlich und kann "Anzeige", "Werbung", "Sponsoren-Links", "Partner-Links" oder ähnlich heißen.
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Werbe-Zielgruppe Kinder
Insbesondere das Internet für Kinder hat in den letzten Jahren eine zunehmende Kommerzialisierung erfahren. Finanzkräftige Unternehmen aus allen Bereichen, vermehrt auch aus dem Lebensmittelmarkt, überschwemmen das Netz mit ihren Marketing-Websites. Internetauftritte von Unternehmen dienen in erster Linie der Unternehmens- und Produktpräsentation und sind daher bereits als Werbung zu betrachten. Besonders beliebt bei Kindern sind die Internetangebote von Spielwarenherstellern, Lebensmittelfirmen und Medienfiguren. Hierbei werden Produktinformationen und -präsentationen in unterhaltsamen Werbespielen, E-Cards, Downloads verpackt an die Kinder weitergegeben.
Direkte Kaufaufforderungen sind grundsätzlich verboten, treten jedoch gelegentlich trotzdem auf. Hierbei gelten folgende rechtliche Grundlagen: Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr sind nicht geschäftsfähig, solche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nur beschränkt geschäftsfähig, d. h., sie dürfen nur altersübliche, geringfügige Geschäfte abschließen. Ansonsten ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters notwendig.
Bei Kindern ist es sinnvoll,
die ersten Schritte im Internet durch Eltern oder Pädagogen zu
begleiten, sodass gezielt auf Werbung und Werbestrategien hingewiesen
werden kann.
Probleme und Risiken
Anders als im Medium Fernsehen gibt es im Internet noch keine allgemeingültigen Regelungen, die die Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung auf Kinder- und Jugendseiten vorschreiben. Aufgrund der Absicht von kommerziellen Internetanbietern, Kinder möglichst frühzeitig als Kunden bzw. zukünftige Käufer an ein Produkt zu binden, wird die Verführung zum Konsum während des Surfens durch die vielfältigen Erscheinungsformen von Werbung allgemein gegenwärtig.
Technische Maßnahmen
Mit Hilfe von technischen Maßnahmen können einige Werbeformate unterdrückt werden:
- Browser-Einstellungen können Pop-Ups verhindern
- Adware unterdrücken mit dem Programm „Ad-Aware“
- Werbebanner minimieren mit dem „WebWasher“
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