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Allgemeine Wettbewerbsregeln

1. Allgemeines
Alle Teams müssen sich an das Regelwerk von WORLD ROBOT OLYMPIAD 2010 halten. Eine zusätzliche Überraschungsregel wird am Morgen des Wettbewerbstages vor Ort veröffentlicht.

2. Teilnahmebedingungen und Teamzusammensetzung
Junior Highschool: die Teammitglieder müssen zwischen 13 und 15 Jahren alt sein. Dabei gelten folgende Geburtsdaten: 01.01.1995 - 31.12.1997

Highschool: die Teammitglieder müssen zwischen 16 und 18 Jahren alt sein. Dabei gelten folgende Geburtsdaten: 01.01.1991 - 31.12.1994

Ein Team besteht aus 2-3 Teammitgliedern und einem erwachsenen Coach. Ein Coach muss bei nationalen Wettbewerben mind. 18 Jahre alt sein und bei internationalen Wettbewerben 20 Jahre.

3. Material
Der Roboter darf ausschließlich aus den LEGO MINDSTORMS RCX und/oder LEGO MINDSTORMS Education NXT Sets 9797 & Ergänzungsset 9648 gebaut werden und darf ausschließlich mit der ROBOLAB oder LEGO MINDSTORMS NXT Software (Education Version) programmiert werden. Teams, die nicht erlaubte Materialien und/oder nicht erlaubte Software verwenden, werden von einem Match disqualifiziert. Die Materialien inkl. Software und Computer, die das Team beim Wettbewerb verwenden möchte, müssen im Vorfeld zusammengestellt und zum Wettbewerb mitgebracht werden. Das Team sollte ausreichend Ersatzteile mitbringen. Der Wettbewerbsveranstalter ist nicht für die Instandhaltung oder die Bereitstellung von Ersatzteilen zuständig. Während des Wettbewerbes darf der Coach den Wettbewerbsbereich nicht betreten, um Hinweise und Anweisungen zu geben. Die Materialien, aus denen der Roboter gebaut wird, dürfen nicht vorgebaut sein. Erst in der Bauphase darf gebaut werden.

Zum Beispiel:
Ein Reifen darf nicht auf das Rad gezogen werden, bevor die Bauphase beginnt. Die Teilnehmer dürfen keine schriftlichen und illustrierten Bauanleitungen verwenden.Die Teilnehmer dürfen das Programm im Vorfeld erstellen.

Für den Bau des Roboters dürfen keine Schrauben, Kleber oder Klebestreifen verwendet werden. Die Nichtbeachtung dieser Regeln führt zur Disqualifikation. Die Motoren und Sensoren müssen vom Hersteller LEGO sein. Produkte von anderen Herstellern sind nicht erlaubt. Es ist nicht erlaubt, Originalbauteile wie z.B. Motoren, Sensoren, RCX oder NXT zu verändern. Ein Roboter, der abgeänderte Bauteile enthält, wird vom Match disqualifiziert.

4. Vorschriften zum Roboter
Der Roboter darf vor dem Start nicht größer als 250 mm x 250 mm x 250 mm sein. Jedes Team darf nur einen RCX bzw. NXT verwenden. Die Anzahl von Motoren und Sensoren ist nicht beschränkt. Während der Roboter läuft, dürfen die Teammitglieder den Roboter nicht beeinflussen. Teams, die sich nicht an diese Regel halten, werden für dieses Match disqualifiziert. Der Roboter muss die Aufgaben selbständig lösen. Während der Roboter läuft, ist dieVerwendung von Funkverbindungen, Fernbedienungen und Kabelsystemen nicht erlaubt. Teams, die sich nicht an diese Regel halten, werden disqualifiziert und sofort vom Wettbewerb ausgeschlossen. Wird der NXT-Stein verwendet, muss Bluetooth ausgeschaltet sein und Programme müssen über ein USB Kabel downgeloaded werden.

5. Vor dem Wettbewerb
Das Team bereitet sich an einem Vorbereitungstisch auf das Match vor. Vor der Bauphase darf ein Team das Spielfeld nicht berühren. Das Team baut den Roboter aus den nicht vorbereiteten Einzelteilen. Bevor die Bauphase beginnt, überprüft die Jury die einzelnen Bauteile. Während der Überprüfung darf ein Team die Bauteile und den Computer nicht berühren, es sei denn, es wird von den Juroren dazu aufgefordert. Die Bauphase beginnt, wenn der Wettbewerbsveranstalter den Start verkündet.

6. Der Wettbewerb
Der Wettbewerb umfasst die Bauphase, 2 Matches und die Umbauphase. Der Roboter darf nicht außerhalb der Bauphase und der Umbauphase umgebaut werden. Die Bauphase dauert 150 Minuten. In der Bauphase bauen und programmieren die Teams den Roboter und führen Testläufe durch. Sobald die Bauphase beendet ist, muss das Team den Roboter zur Abnahme bereit stellen. Nachdem der Juror bestätigt hat, dass der Roboter regelkonform gebaut ist, kann das Match beginnen. Nach dem ersten Match folgt die Coachingphase in einem speziell dafür vorgesehenen Bereich. Sie dauert 10 Minuten. Während dieser Phase kann der Coach mit seinem Team sprechen. Alle Materialien bleiben jedoch im Wettbewerbsbereich. Nach der Coachingphase folgt die Umbauphase. Die Teams kehren an den Vorbereitungstisch zurück und haben 30 Minuten Zeit den Roboter umzubauen und zu verbessern; es dürfen Testläufe durchgeführt werden. Nach der Umbauphase muss der Roboter wieder zur Abnahme bereit gestellt werden. Nachdem die Jury bestätigt hat, dass der Roboter regelkonform gebaut ist, beginnt das zweite Match. Findet die Jury bei der Abnahme des Roboters nicht freigegebene Elemente, hat das Team 3 Minuten Zeit, den Roboter umzubauen. Kann die Regelwidrigkeit nicht innerhalb dieser 3 Minuten beseitigt werden, kann das Team in dem Match nicht antreten. Nach Beendigung der Bauphase und der Umbauphase darf das Team nichts mehr am Roboter ändern oder ihn auszutauschen (z.B. Programme herunterladen, Batteriewechsel). Das Team kann keine Unterbrechung der Bauphase und der Umbauphase beantragen.

7. Der Wettbewerbsbereich
Das Team erhält vom Wettbewerbsveranstalter einen Bereich zugeteilt, in dem das Team bauen kann. Nur die Teams, der Wettbewerbsveranstalter, die Jury und Personal dürfen den Wettbewerbsbereich betreten. Kommunikationsmittel und -methoden sind während der Durchführung der Matches verboten. Es ist verboten, dass die Teilnehmer mit Anderen außerhalb des Wettbewerbsbereichs kommunizieren. Teams, die sich nicht an diese Regel halten, werden disqualifiziert und müssen umgehend den Wettbewerb verlassen.

8. Unzulässiges Verhalten
Es ist nicht erlaubt, die Wettbewerbsbereiche, Materialien und Roboter anderer Teams zu beschädigen. Der Gebrauch von gefährlichen Gegenständen ist nicht gestattet. Der Gebrauch von unangemessenen Wörtern und/oder Verhalten gegenüber anderen Teams, Zuschauern, Juroren oder Personal ist nicht erlaubt. Es dürfen keine Mobiltelefone bzw. drahtgebundene oder drahtlose Kommunikationsmittel in den Wettbewerbsbereich gebracht werden. Essen und Trinken ist im Wettbewerbsbereich nicht erlaubt.

9. Punkteauswertung
Während des Wettbewerbes trifft die Jury die endgültigen Entscheidungen. Ihre Entscheidungen werden nicht geändert. Die Einsicht von Videoaufzeichnungen führt nicht zur Änderung der getroffenen Entscheidung. Die Jury errechnet nach jedem Match die erreichten Punkte. Gibt es keine Einwände, bestätigt das Team die Punkteauswertung mit einer Unterschrift. Nachdem das Team die Punkteauswertung unterschrieben hat, werden die vergebenen Punkte nicht mehr geändert. Die Rangfolge aller Teams wird aufgrund der höchsten Punktzahl eines der beiden Matches ermittelt. Bei Punktgleichheit ist die Zeit ausschlaggebend, die während jedem Match gestoppt wird. Haben Teams die gleiche Punktzahl und die gleiche Zeit, zählt die Punktzahl des zweiten Matches. Gibt es auch hier Punktgleichheit zählt wieder die gestoppte Zeit. Aus den zwei Regionalwettbewerben (Rockenhausen und Paderborn) qualifiziert sich insgesamt ein Team mit der höchsten Punktzahl und der schnellsten Zeit zum internationalen Wettbewerb. Wird ein Team von der Jury disqualifiziert, muss das Team umgehend den Roboter vom Match entfernen und erhält für dieses Match keine Punkte. Der Wettbewerbsveranstalter kann das Team aufgrund von Regelverstößen disqualifizieren. Das Team muss Einwände zum Spielfeld oder Wettbewerbsmaterialien umgehend äußern und ein Wiederholungsmatch beantragen. Die Jury entscheidet, ob ein Wiederholungsmatch durchgeführt wird. Einwände nach einem Wiederholungsmatch sind nicht gestattet. Wird ein Wiederholungsmatch durchgeführt, zählt dessen erreichte Punktzahl, unabhängig davon, ob der Roboter das Match beendet hat oder nicht. Einwände von Teams müssen umgehend an die Juroren gerichtet werden. Die Juroren entscheiden anschließend, ob die Einwände berechtigt sind. Einwände, die geäußert werden, nachdem die Punkteauswertung unterschrieben wurde, werden nicht beachtet. Bei Unstimmigkeiten und Missverständnissen der Regeln fällt die Jury die endgültige Entscheidung.